Hinweis: Dieser Artikel ist keine Steuerberatung. Stimmen Sie konkrete Buchungslogik, Kontenrahmen und Umsatzsteuerfragen immer mit Ihrem Steuerberater ab.
Viele Shopify-Haendler beginnen mit der einfachen Frage: Kann ich meine Bestellungen nicht einfach als CSV exportieren und an den Steuerberater schicken? Technisch ja. Praktisch fuehrt das oft zu Rueckfragen, manueller Nacharbeit und fehleranfaelligen Excel-Workflows.
Der Grund ist einfach: Shopify speichert Handelsdaten. DATEV erwartet Buchungsdaten. Zwischen beiden Welten liegen Steuerlogik, Belegnummern, Kontierung, Stornos, Zahlungsabgleich und ein Format, das Ihr Steuerberater ohne Umbau importieren kann.
Was ein normaler Shopify-CSV-Export liefert
Shopify kann Bestellungen mit Feldern wie Bestellnummer, Kundendaten, Produkten, Versand, Rabatten, Steuern und Gesamtbetraegen exportieren. Diese Daten sind fuer operative Auswertungen nuetzlich. Fuer die Buchhaltung fehlt aber haeufig die Struktur, die fuer DATEV gebraucht wird.
- Keine echte Buchungssatzlogik: DATEV braucht Soll/Haben, Konten, Gegenkonten und Steuerkennzeichen.
- Unklare Beleglogik: Shopify-Bestellnummern sind nicht zwingend GoBD-taugliche Rechnungsnummern.
- Stornos und Erstattungen: Refunds muessen sauber als Korrektur oder Generalumkehr abgebildet werden.
- Umsatzsteuerfaelle: Inland, EU-B2B, Reverse Charge, OSS und Kleinunternehmerregelung muessen unterschiedlich behandelt werden.
Drei Wege zum DATEV-Export aus Shopify
1. Manueller CSV-Export plus Excel-Aufbereitung
Das ist der schnellste Start, aber meist der schlechteste Dauerprozess. Jemand muss die Shopify-CSV in ein buchhalterisches Format umwandeln, Steuerfaelle pruefen, Spalten umbenennen, Werte korrigieren und Stornos manuell abbilden.
2. Vollstaendige Buchhaltungs- oder ERP-Loesung
Groessere Systeme koennen Shopify an die Buchhaltung anbinden. Das kann sinnvoll sein, wenn Sie Warenwirtschaft, Lager, Zahlungsabgleich und Buchhaltung in einem groesseren Prozess verbinden wollen.
3. Eine spezialisierte Shopify-App fuer DACH-Compliance
Eine native App wie HermitTaxDE sitzt direkt im Shopify Admin und konzentriert sich auf den schmalen, aber wichtigen Workflow: Rechnungslogik, ZUGFeRD, GoBD-nahe Nummernkreise und DATEV-Export.
Ein sauberer Workflow
- Bestellungen werden in Shopify erfasst.
- Pro Bestellung wird ein revisionsnaher Rechnungsdatensatz erzeugt.
- Rechnungsnummern laufen in einem definierten Nummernkreis.
- Stornos oder Erstattungen erzeugen nachvollziehbare Korrekturbelege.
- Die App baut DATEV-kompatible Buchungszeilen.
- Der Steuerberater importiert den Buchungsstapel statt eine Rohdatenliste umzubauen.
Worauf Sie vor dem Export achten sollten
Pruefen Sie vor dem ersten DATEV-Export, ob Firmenname, Adresse, USt-IdNr., Steuermodus, Rechnungsnummernkreis und Storno-Logik festgelegt sind. Stimmen Sie ausserdem ab, welchen Kontenrahmen und welche Konten Ihr Steuerberater verwenden moechte.
DATEV-Export ohne Tabellenakrobatik
HermitTaxDE erzeugt DATEV-nahe Exportdaten direkt aus Shopify und verbindet sie mit Rechnungs-, Storno- und ZUGFeRD-Workflows fuer deutsche Haendler.